Mittagspause im Homeoffice richtig nutzen: Warum 'durcharbeiten' schadet und was du in 30-60 Minuten für Energie am Nachmittag tun kannst.

"Ich arbeite einfach durch" – klingt produktiv, ist aber kontraproduktiv. Die Mittagspause im Homeoffice ist wichtiger als du denkst. Hier ist, wie du sie richtig nutzt.
Kurz: Dein Gehirn braucht Pausen zur Regeneration. Ohne Mittagspause sinkt die Nachmittags-Produktivität – mehr als die "gesparte" Zeit.
Im Homeoffice ist die Versuchung groß: kein Kantinengang, keine Kollegen, also einfach am Schreibtisch essen und weiterarbeiten. Fühlt sich effizient an.
Aber: Studien zeigen, dass Menschen ohne richtige Pause am Nachmittag mehr Fehler machen, langsamer denken und weniger kreativ sind. Die 30-60 Minuten "gesparte" Zeit werden durch geringere Qualität mehr als aufgefressen.
Kurz: Echte Erholung braucht Ortswechsel, Bewegung und Bildschirm-Freiheit. Scrollen ist keine Pause.
1. Weg vom Schreibtisch essen Küche, Balkon, Esszimmer, Park – egal wo, nur nicht am Arbeitsplatz. Der Ortswechsel signalisiert dem Gehirn: Jetzt ist Pause.
2. Rausgehen 15 Minuten Spaziergang nach dem Essen. Frische Luft, Tageslicht, Bewegung – die Kombination ist das beste Anti-Nachmittagstief-Mittel.
3. Bewusst abschalten Keine Arbeits-E-Mails, keine Slack-Nachrichten, kein "kurz was nachschauen". Echte Pause bedeutet: Arbeit existiert 30-60 Minuten nicht.
1. Am Schreibtisch essen Das ist keine Pause. Dein Gehirn bleibt im Arbeitsmodus, auch wenn du "nur" ein Sandwich isst.
2. Social Media scrollen Fühlt sich wie Pause an, ist aber keine Erholung. Scrollen ist passiver Konsum, der das Gehirn weiter belastet.
3. Netflix/YouTube bingen Besser als Arbeiten, aber auch nicht ideal. Bildschirmzeit bleibt Bildschirmzeit. Augen und Gehirn erholen sich nicht wirklich.
4. E-Mails checken "Nur kurz schauen" zerstört jede Erholung. Eine stressige Mail verdirbt die ganze Pause. E-Mails können 30 Minuten warten.
Kurz: Essen, Spaziergang, eventuell Power-Nap. Alles weg vom Schreibtisch, alles ohne Bildschirm.
Kurz: Feste Zeit, fester Ablauf – das macht die Pause automatisch und verhindert, dass sie ausfällt.
Im Homeoffice verschwimmen Grenzen. Die Mittagspause wird zum "wenn ich gerade Pause brauche" – und fällt dann oft aus.
Besser: Feste Uhrzeit (z.B. 12:30) und fester Ablauf. Nach zwei Wochen ist es Gewohnheit. Du denkst nicht mehr drüber nach, du machst es einfach.
Die Mittagspause ist keine verlorene Zeit – sie ist eine Investition in den Nachmittag. Wer 45 Minuten richtig pausiert, holt das durch bessere Nachmittags-Produktivität mehrfach rein.
Morgen: Iss nicht am Schreibtisch. Geh 10 Minuten raus. Merk dir, wie du dich um 15 Uhr fühlst – wahrscheinlich besser als heute.
Mehr Tipps gegen das Nachmittagstief findest du in unserem Guide zum Nachmittagstief überwinden. Und warum Kaffee oder Tee unterschiedlich auf deine Nachmittags-Energie wirken.
Mindestens 30 Minuten, ideal sind 45-60 Minuten. Weniger als 30 Minuten reicht nicht für echte Erholung. Länger als eine Stunde macht den Wiedereinstieg schwerer. Wichtiger als die Länge: Was du in der Pause machst.

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