Ist eine Blaulichtfilter Brille sinnvoll? Die Wissenschaft ist skeptisch. Was wirklich gegen müde Augen hilft und wann sich die Brille lohnt.

Blaulichtfilter-Brillen versprechen weniger Augenbelastung, besseren Schlaf und Schutz vor Bildschirmschäden. Die Wissenschaft sagt: Wahrscheinlich nicht. Hier ist, was wirklich stimmt.
Kurz: Weniger Augenbelastung, besserer Schlaf, Schutz vor Netzhautschäden. Die Marketingversprechen klingen überzeugend – aber halten sie der Wissenschaft stand?
Blaulicht ist kurzwelliges, energiereiches Licht im Bereich von 400-500 Nanometern. Die Sonne strahlt es aus, LED-Bildschirme auch. Die Brillen filtern einen Teil dieses Lichts heraus.
Die Behauptungen:
Schauen wir, was die Forschung sagt.
Kurz: Eine Cochrane-Studie (der Goldstandard) fand keinen klaren Nutzen von Blaulichtfilter-Brillen gegen Augenbelastung. Die Evidenz ist schwach.
Die Cochrane Collaboration analysierte 2023 alle verfügbaren Studien zu Blaulichtfilter-Brillen. Ergebnis: Kein überzeugender Nachweis, dass sie gegen Augenbelastung helfen.
Der Grund ist einfach: Digitale Augenbelastung (Computer Vision Syndrome) kommt nicht vom Blaulicht. Sie kommt vom stundenlangen Starren auf kurze Distanz, vom reduzierten Blinzeln, von trockener Raumluft.
Die American Academy of Ophthalmology ist eindeutig: "Bildschirme verursachen keine Augenschäden, und Blaulichtfilter-Brillen sind nicht notwendig."
Der Blaulichtanteil von Bildschirmen ist gering – deutlich weniger als ein sonniger Tag im Freien. Wenn Blaulicht schaden würde, wäre Tageslicht das größere Problem.
Hier gibt es nuanciertere Ergebnisse. Blaues Licht unterdrückt tatsächlich Melatonin. Aber: Der Nachtmodus deines Bildschirms filtert mehr Blaulicht als eine Brille. Und komplett bildschirmfrei 1-2 Stunden vor dem Schlafen wirkt am besten.
Kurz: Regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln, richtige Bildschirmposition und ausreichende Beleuchtung – das sind die bewährten Methoden.
Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas 6 Meter Entferntes schauen. Entspannt den Ziliarmuskel im Auge. Lies unseren ausführlichen Guide zur 20-20-20 Regel.
Vor dem Bildschirm blinzeln wir 60% weniger als normal. Das trocknet die Augen aus. Bewusst blinzeln, besonders in Pausen.
In den Abendstunden den Blaulichtfilter des Betriebssystems aktivieren. Windows: Nachtmodus. Mac: Night Shift. iPhone/Android: Entsprechende Einstellung.
Kurz: Subjektives Wohlbefinden zählt. Wenn du dich mit der Brille besser fühlst, ist das auch ein Effekt – selbst wenn er nicht vom Filter kommt.
Manche Menschen berichten von weniger Kopfschmerzen oder besserem Schlaf mit Blaulichtbrille. Das kann Placebo sein – aber Placebo wirkt auch. Wenn die Brille für dich funktioniert, nutze sie.
Außerdem: Wenn du sowieso eine Korrekturbrille brauchst, schadet der Blaulichtfilter nicht. Die Mehrkosten sind gering (20-50€), und vielleicht hilft es ja.
Blaulichtfilter-Brillen sind kein Wundermittel. Die Wissenschaft sieht keinen klaren Nutzen gegen Augenbelastung. Was wirklich hilft: Pausen machen, richtig blinzeln, Bildschirm korrekt positionieren.
Spar dir das Geld für die Brille – investiere es lieber in einen guten Laptop-Ständer oder einen ergonomischen Stuhl. Das bringt nachweislich mehr.
Falls deine Augen trotzdem brennen, lies unseren Guide zu brennenden Augen nach Bildschirmarbeit mit konkreten Sofort-Hilfe-Tipps.
Die Wissenschaft ist skeptisch. Studien zeigen keinen klaren Nutzen gegen Augenbelastung oder digitale Müdigkeit. Der Blaulichtanteil von Bildschirmen ist gering – deutlich weniger als Tageslicht. Die Brille schadet nicht, aber nachgewiesener Nutzen fehlt.

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Die 20-20-20 Regel erklärt: Alle 20 Minuten, 20 Sekunden, 20 Fuß entfernt schauen. Einfache Methode gegen müde Augen am Bildschirm.

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